Pilgerreise nach Surinam und Petrus Donders

 

Am Donnerstag, den 14. Februar, startete von Schiphol aus eine Gruppe mit 16 Teilnehmern für eine 12tägige Reise nach Petrus Donders in Surinam. Die Leitung hatte Jelle Wind; drei weitere Teilnehmer kamen aus Wittem, der Rest aus dem ganzen Land.

Das war das zweite Mal, dass wir in Zusammenarbeit mit dem ‚Huis voor de Pelgrim‘ in Maastricht eine solche Reise organisierten. Vor Ort hatten wir einen besonders guten Führer, Hans Parana, dem wir einen guten Verlauf der Reise verdanken.

 

 

Nach einer Führung durch die historische Altstadt von Paramaribo, der Hauptstadt von Surinam, legte die Gruppe einen Kranz nieder auf dem Grab von Peerke Donders in der beeindruckenden aus Holz gebauten Kathedrale.

Surinam liegt im Norden des Amazonasregenwaldes. Viel Verkehr wird deshalb – außerhalb der Hauptstadt und von einigen Hauptverbindungen abgesehen – mit dem Boot erledigt. Das erlebte die Gruppe, als sie am nächsten Tag durch den Commewijne-Distrikt reiste, entlang der ehemaligen Plantagen und zu hören bekamen, was die Sklaverei bedeutete, die erst 1863 ein Ende fand. Während seiner Zeit in Surinam hat Petrus Donders heftig dagegen protestiert. Er sagte u.a., dass die Last in den Niederlanden besser behandelt würden als die Sklaven.

Am zweiten Tag abends gesellte sich der Bischof Mgr. Karel Choennie beim Abendessen zu uns, um sich mit der Gruppe zu unterhalten

Der Sonntag stand unter dem Zeichen von gleich drei Religionen. Es begann mit einer Eucharistiefeier in der Redemptoristenpfarrei Latour; es folgte ein Besuch in einer Moschee und dann in einer Synagoge. Durch die Sklaverei und später durch Gastarbeiter ist Surinam zu einem multikulturellen Land geworden

Am folgenden Tag hielt die Gruppe sich im Urwald auf, nach einer dreistündigen Fahrt von Paramaribo aus. Hier konnte man den Reichtum der Natur im Regenwald erleben und etwas von der Kultur der einheimischen Bevölkerung und der entlaufenen Sklaven sehen. Auch unter diesen Menschen hatte Petrus Donders den Glauben verkündigt.

 

Am Freitag, den 22. Februar, war der Höhepunkt der Pilgerreise: ein Besuch des ehemaligen Aussätzigenlagers Batavia. Hier hat Petrus Donders 27 Jahre für die ausgestoßenen Kranken mit großer Hingabe gewirkt. Hier wurde er auch zuerst begraben.

Jetzt ist Batavia ein beeindruckender geistlicher Ort im Urwald, nur über Wasser zu erreichen. Die Gruppe betete dort den Kreuzweg mit Elementen, die an die Leprakranken und Petrus Donders erinnerten, abgeschlossen mit einem Wortgottesdienst.

Zum Tagesabschluss besuchten sie das Dorf Kalebaskreek, 20 Schiffsminuten von Batavia entfernt. Sie wurden von der Bürgermeisterin empfangen, die von ihrem Dorf und ihrer Arbeit erzählte.

Am letzten Tag in Surinam, dem 24. Februar, wohnten wir der Eucharistiefeier in der Kathedrale bei.

 

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass eine solche Pilgerreise eine einzigartige Gelegenheit ist, dieses Land zu besuchen und Petrus Donders näher zu kommen

Dieser ausführliche Bericht wurde in Inter Nos aufgenommen, um Sie für die nächste Pilgerreise nach Surinam  zu erwärmen (auch für Deutschsprachigen), die vom 6. – 17. Februar 2020 stattfinden soll (maximal 20 Teilnehmer). Man kann sich unverbindlich bei Jelle Wind melden. (j.wind@redemptoristen.nl).

 

Veröffentlicht am: 2019-03-01


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